Martin Walser | „Halbzeit“, Konsumgesellschaft und die Kunst des Details
hr Retro | Gespräche am Schreibtisch
Was treibt einen Schriftsteller dazu, ein 892 Seiten starkes Werk über einen Handlungsreisenden zu verfassen und sich dabei mit beinahe besessener Detailfreude jedem einzelnen Augenblick zuzuwenden? In seiner Wohnung am Bodensee spricht Martin Walser über die Entstehung seines Monumentalromans „Halbzeit“. Warum das Krachen eines Schneckenhauses unter einem Schuh, das Läuten der Kirchenglocken und der Tod zweier Schwalben nicht einfach weggelassen werden können und weshalb der Beruf des Vertreters für ihn zum Sinnbild der modernen Konsumgesellschaft wird. Ein Gespräch über die Verwandlung von Wirklichkeit in den „Aggregatzustand der Sprache“ und den täglichen Kampf mit dem Dämon des Zweifels am Schreibtisch.
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